Im Jahr 2025 führten der Verband der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker der Schweiz (VKCS) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eine gemeinsame schweizweite Kampagne durch. Ziel war es, das Vorkommen von per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in Lebensmitteln tierischen Ursprungs zu erfassen.
PFAS sind aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften wasser-, fett- und schmutzabweisend. Sie werden seit Jahrzehnten in vielen industriellen Prozessen und zahlreichen Produkten eingesetzt, beispielsweise in Lebensmittelverpackungen, Teflonpfannen und in Skiwachs. Durch ihre breiten Anwendung gelangen PFAS in die Umwelt und schliesslich in die Lebensmittelkette. Menschen nehmen PFAS hauptsächlich über Lebensmittel und Trinkwasser auf.
Das BLV untersuchte im Rahmen der Kampagne das Vorkommen unterschiedlicher PFAS in Milch und Milchprodukten aus Kuhmilch auf dem Schweizer Markt. Für diese Lebensmittelkategorien liegen noch keine gesetzlichen Höchstgehalte vor. Insgesamt wurden 276 Proben analysiert, darunter 86 Milchproben (Verkaufsmilch und Kesselsammelmilch), 131 Käseproben, 20 Butterproben, 20 Rahmproben und 19 Joghurtproben. Die Verkaufsmilch umfassten Vollmilch sowie teilentrahmte, pasteurisierte und UHT-Milch. Die Kesselsammelmilch stammte aus regionalen Käsereien und setzte sich jeweils aus der Milch von 5 bis 20 Betrieben einer Region zusammen. Käse war die einzige Kategorie, bei der auch importierte Produkte analysiert wurden, da er mengenmässig eine bedeutende Rolle im Gesamtimport spielt. Analysiert wurden 34 PFAS-Verbindungen, darunter die vier von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit regulierten Stoffe.
Weitere Details finden sich im Bericht zur nationalen Kampagne zu PFAS in tierischen Lebensmitteln.